Nachrichten aus der Diakoniestation
Icon HomeHome Icon ImpressumImpressum Icon InfomaterialInfomaterial bestellen

Hermann Dürrler mit dem Kronenkreuz in Gold der Diakonie ausgezeichnet Königsbach-Stein

In Anerkennung seiner langjährigen Tätigkeit als ehrenamtlicher Geschäftsführer des Krankenhilfsvereins Königsbach (KHV) und der Diakoniestation "mobiDik" wurde Hermann Dürrler mit dem Kronenkreuz in Gold ausgezeichnet.

Günther Wacker, Diakoniepfarrer des Kirchenbezirks Pforzheim-Land, heftete Dürrler diese höchste Auszeichnung der Diakonie im Auftrag des Präsidenten des Diakonischen Werks der Evangelischen Kirche in Deutschland, Klaus-Dieter Kottnik, sowie des Vorstandsvorsitzenden des Diakonischen Werks Baden, Oberkirchenrat Johannes Stockmeier, ans Revers. "Das was Kirche ist, das was Diakonie ist, lebt vom Einsatz der einzelnen Menschen", unterstrich Wacker bei einem Festakt in der Königsbacher Festhalle. Das habe Dürrler gelebt und umgesetzt. "Es geht darum, Menschen, die ein Kreuz zu tragen haben, die in irgendeiner Weise in Not geraten sind, Hilfe zu geben", erklärte Wacker die Bedeutung des Kreuzes und der Diakonie.

"In unserer Staatsform ist niemand gezwungen, ehrenamtlich tätig werden zu müssen. Umso höher ist zu bewerten, wer freiwillig Pflichten, Arbeit und Verantwortung übernimmt", unterstrich Werner Dürrler, der Vorsitzende des KHV, in seiner Laudatio. Wie hoch die Arbeit Hermann Dürrlers in der Gemeinde und darüber hinaus bewertet wird, zeigte auch die große Zahl der Gäste aus allen Bereichen öffentlichen und kirchlichen Lebens, die Werner Dürrler und Helmut Rexroth, Vorsitzender der Diakoniestation, willkommen hießen. Werner Dürrler erinnerte an die Mitarbeit des scheidenden Geschäftsführers im Vorstand des KHV seit 1991, zunächst als Kassierer, bald als ehrenamtlicher Geschäftsführer. Den Erwerb des Anwesens Goethestraße habe er ebenso mit Sachkenntnis begleitet, wie die Einrichtung von Diakoniestation, Tagespflege und den Bau der betreuten Wohnungen. Seit 1997 habe Hermann Dürrler seine Zeit vollständig dieser Aufgabe gewidmet, sei sieben Tage in der Woche "präsent und ansprechbar" gewesen, habe selbst Fahrdienst für die Tagespflegegäste übernommen. Es sei ihm gelungen, "menschliche und soziale Identität, die Solidarität mit den uns Anvertrauten herzustellen." Werner Dürrler sagte Dank "für eine Leistung, die so außergewöhnlich wie nachahmenswert ist. Sie ist und bleibt Eckpfeiler und Meilenstein im Evangelischen Krankenhilfsverein."

"Man muss die Ämter mit Leuten und nicht die Leute mit Ämtern versehen", zitierte Landrat Karl Röckinger. In diesem Kalenderspruch stecke viel Wahres, wie man durch Hermann Dürrler bestätigt sehe. Mit Stolz könne dieser auf die Erfolge "seiner" Diakoniestation zurückschauen, eine der ersten nach internationaler Norm qualifizierten in der Region. Als "sichtbares Zeichen der Anerkennung", überreichte Röckinger Dürrler die große Heynlin-Medaille, ein Ehrenzeichen aus der Enzkreis-Reihe, die dem berühmten Steiner Gelehrten und Prediger Johannes Heynlin gewidmet ist. Im Zentrum von Heynlins Wirken seien die Menschen gestanden, so auch bei der Arbeit Dürrlers. "Mit gutem Beispiel voranzugehen ist nicht nur der einzige Weg andere zu beeinflussen, es ist auch der beste", erinnerte Bürgermeister Bernd Kielburger an ein Wort Albert Schweitzers. Hermann Dürrler sei ein "herausragendes Beispiel für die Gesellschaft, das zeigt, dass es auch Möglichkeiten gibt, wenn man sich vom Schicksal getroffen an den Rand gestellt fühlt." Kielburger wies auf Dürrlers Ausscheiden aus dem Beruf mit 56 Jahren wegen der Verlagerung seines Arbeitgeberbetriebs ins Ausland hin, und den Entschluss des unfreiwilligen Frührentners, "von sich aus einen neuen Weg zu gehen. Ein solches Beispiel macht Mut."

Die Kinder der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Diakoniestation und Tagespflege dankten dem scheidenden Geschäftsführer für die "immer offene Tür" mit Worten und einem Korb voller "Ruhestands-, Feierabend- und Gesundheitszeichen, während die Mitarbeiterinnen klagten, "wie soll denn ebbes ohne den Mann funktionieren, wenn nix meh geht?" Als Abschiedsgeschenk für einen, "der uns allen das Gefühl gegeben hat, gut aufgehoben zu sein", übergaben sie einen der ersten vier Stühle aus dem Inventar der Diakoniestation. Bei allen Worten des Dankes, Blumen und Geschenken wurde auch die Rolle von Dürrlers Ehefrau Lydia und die seiner Söhne Oliver und Karsten nicht vergessen, denn - wie Werner Dürrler unterstrich, "sie haben dir Raum und Gewähr gegeben, sich diesen Aufgaben immer wieder zu stellen." Für die musikalische Umrahmung der Veranstaltung hatten die Organisatoren mit dem Mundharmonika-Quartett Knittlingen eine gelungene Überraschung für Hermann Dürrler parat. Auf vier Mundharmonikas jedweder Größe beeindruckten die Knittlinger den Geehrten und alle anderen mit dem Säbeltanz, einem Comedian Harmonists-Medley, Russischen Impressionen und dem Sorbas-Tanz aus dem Film Alexis Sorbas.

"Die Arbeit geht uns nicht aus", mahnte Helmut Rexroth abschließend und zitierte den Kabarettisten Dieter Hildebrandt: "Es kommen immer mehr ältere Menschen auf die Welt ... unglaublich ... Manche wundern sich noch immer. Wir müssen uns darauf vorbereiten - wir alle! Und zwar heute - morgen sind wir schon älter!"

Foto: Statt vorzeitigem Ruhestand, ehrenamtlicher Geschäftsführer von Diakoniestation und Krankenhilfsverein: Nun wurde Hermann Dürrler (li) in den - fast - endgültigen, freiwilligen Ruhestand verabschiedet und mit Worten des Dankes, Geschenken, Auszeichnungen und der höchsten Ehrung der Diakonie, dem Kronenkreuz in Gold, für seine jahrelange ehrenamtliche Tätigkeit gewürdigt

« zurück zur Nachrichten-Übersicht

Diakoniestation mobiDik e.V.
Goethestraße 4
75203 Königsbach-Stein

Telefax: 07232 31338-19
E-Mail schreiben

Geschäftsleitung, Verwaltung:

Gabriele Reiling
Telefon: 07232 31338-16

Pflegedienstleitung:

Brigitte Auerbach
Telefon: 07232 31338-0

Leitung Nachbarschaftshilfe für Königsbach und Stein:

Sandra Eisele
Telefon: 07232 31338-13

Wir sind jederzeit für Sie da

Icon Datenschutzerklärung Datenschutzerklärung